Von Robin Wahler
Am 06.06.25 fand für uns ein besonderer Jugendabend in den Räumlichkeiten des „Selig“ statt. Acht Jugendliche im Alter von 16 bis 30 Jahren kamen zusammen, um einen Abend voller Austausch, Nachdenken und Gemeinschaft zu erleben.
Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit Persönlichkeiten des Glaubens und der eigenen spirituellen Haltung. Zum Einstieg wählten die Teilnehmenden Gebetskärtchen aus – mit klassischen, modernen oder herausfordernden Texten –, die zum persönlichen wie gemeinsamen Nachdenken anregten. Jeder wählte das Gebet, dass er jetzt am liebsten zum eigenen Gebet werden lassen wollte.
Ein besonders spannender Moment entstand, als die Gruppe ChatGPT befragte: Wohin könnten diese Gebete führen? Welche Chancen eröffnet es möglicherweise? Die KI-Antworten überraschten, bestätigten – und boten vor allem reichlich Stoff für tiefgründige Gespräche. Sie wurden zur Brücke zwischen Tradition, Gegenwart und den eigenen Fragen an den Glauben.
In einer offenen und vertrauensvollen Runde reflektierten wir anschließend gemeinsam: Warum hat mich gerade dieses Gebet angesprochen? Welche Verbindung gibt es zu meinem Leben oder Glauben? Die Gespräche waren ehrlich, inspirierend und zugleich wertschätzend. Es entstand Raum für Zweifel, persönliche Gedanken, Hoffnung – und auch für gemeinsames Lachen.
Zum Ausklang des Abends wurde es dann etwas entspannter: Bei ein paar Runden Billard und Dart, begleitet von weiteren tiefgehenden Gesprächen, klang der Jugendabend in lockerer Atmosphäre aus. Auch hier wurde deutlich, wie sehr Gemeinschaft und Austausch zusammengehören – ob im Gespräch über den Glauben oder beim Spielen.
Für uns Steinbacher war der Abend „abwechslungsreich“, „interessant“ und „schön“. Es war kein gewöhnlicher Jugendabend, sondern ein Moment bewussten Innehaltens, ehrlichen Zuhörens – und echter Begegnung.
Ein Abend, der zeigt: Glaube darf persönlich sein. Fragen dürfen Raum bekommen. Und auch digitale Werkzeuge wie KI können helfen, neue Perspektiven zu eröffnen und Gespräche zu vertiefen.