Sebastian geht auf Expedition 

Von Sebastian Wickel

Bald sind wir vor Ort: Valencia. Rund 11 Wochen Entdeckungstour als Familie Wickel bei Familie Nickel. Vielleicht hast du dich gefragt: „Warum macht er das?“. Ich will mal versuchen dir einen Einblick in die zentralen Motive zu geben. 

  1. Der inhaltliche Aspekt 

Die Allianz-Mission ist das Umfeld, in dem Dennis und Rebecca Nickel unterwegs sind: erst gründeten sie das Jüngerschaftszentrum Cambio auf Gran Canaria, jetzt bauen sie Vivencia Valencia auf.  

Ich saß in den letzten Jahren mehrfach in verschiedensten Konstellationen mit ihnen am Tisch. Und jedes Mal war es gleich: Ich bin motivierter, vertrauensvoller und freudiger aufgestanden. Why? 

Begegneten mir junge Menschen, die bei Cambio mitlebten, waren das bodenständige – und gleichzeitig geistreiche Begegnungen. Sie erzählten, und ich merkte: Gott hatte in dieser Zeit „etwas“ mit ihnen gemacht. Why? 

Das ließ in mir eine Frage wachsen: Wie gehen die Nickels ihre Arbeit eigentlich an? Folgefragen ergeben sich: Wie stehen bei ihnen „geistliches Geheimnis“ (Matthäus 13) und „handwerkliches Geschick“ (Bezalel und Oholiab, Exodus 31) zueinander? Wie strategisch sind sie? Wie bauen sie Teams? Wofür beten sie und wie? Wie fördern – und wo fordern – sie junge Menschen? Welche Commitments erwarten sie?   

Kurzum: Ich hab einfach Lust bei anderen Menschen in der Jugendarbeit mal mitzulaufen und zu zu gucken. Ich fahre nach Valencia, um diesen Fragen Raum zu geben.  

  1. Der rhythmische Aspekt 

In den letzten zwei Jahren deutete sich – im Zuge der Flutlicht-Philosophie – ein Wandel in meiner Ausübung der Rolle als Kreisjugendpastor an. Es sind Fragen entstanden wie: Wo und wie bin ich künftig stärker in Gemeinden präsent? Wie können junge Mitarbeitende gezielter gefördert werden als bislang? Wie passen ChancenViertel und 72.jüngerschaft noch besser an die realen Lebenswelten junger Menschen in unserer Region? Wie willst du, Jesus, mit mir und uns in den nächsten Jahren aktiv sein?  

Valencia 2026 ist auch ein Break, um diese Fragen mit Gott zu bewegen – und danach die begonnenen Gespräche im Kreaktiv-Vorstand, im Kreisvorstand und mit einigen Mitarbeitenden weiterzuführen. 

  1. Der familiäre Aspekt 

Bei den ersten Gesprächen im Kreisvorstand sagte ich sinngemäß: „Ich will nicht so tun, als ginge es in Valencia um 120% Arbeitszeit. Ich will auch aus dem üblichen Lauf der (Abend-)Termine aussteigen und einfach mit der Familie gemeinsam leben.“ 

In der letzten Zeit hatte ich den Eindruck, dass Gott mich öfter auf eine hilfreiche Unterscheidung hinweist: „Maß“ und „Masse“. Das sind nicht nur drei Buchstaben Unterschied – da liegt vermutlich ein Geheimnis des geistlichen Lebens. We will see 🙂 

Ich freue mich, dass wir als Familie gemeinsam auf Expedition gehen. Mal raus aus dem Üblichen Turnus. Gemeinsam auf geistlicher Entdeckungstour. Ich bin gespannt, was Gott in uns wachsen und uns gemeinsam erleben lässt. 

  1. Bin ich in der Zeit ansprechbar? 

In gewisser Weise: ja. In gewisser Weise: nein. 

  • Aktuelle bereits laufende Einzelcoachings mit jungen Mitarbeitenden bzw. Hauptamtlichen im Bereich junge Generation laufen online weiter. 
  • Meine Teen- und Jugendkreistouren fallen aus.  
  • Da wir bei 72.jüngerschaft im Netzwerk agieren, laufen 72.huddles – ebenso eine Huddle-Begleitung für Leitende. 
  • Die nächste Reise im ChancenViertel startet erst im Juni. 
  • Mit meinen zentralen Teams (Kreisjugendvorstand, ChancenViertel, 72.jüngerschaft) haben wir individuelle Lösungen gebastelt. 
  • Alle Anfragen aus Mitarbeiterkreisen oder Teen- bzw. Jugendkreisen werde ich im Juni bewegen.  

Ich bin über die üblichen Kanäle erreichbar – und mir zugleich Zeitfenster blocken, in denen ich es bin. Manches Anliegen wird dadurch erst nach der Rückkehr aus Valencia wirklich bewegt. So halte ich Raum für die inhaltlichen, rhythmischen und familiären Aspekte – und auch noch Platz für die Ideen, die Gott hat, während wir da sind.  

Du willst wissen, wie Valencia war oder hast einfach Lust auf ein paar Plaudereien mit Menschen, die sich fragen, wie Jugendarbeit künftig „besser gehen könnte“? Dann herzliche Einladung zu den Plaudereien – am 12.06 um 19:30 Uhr in die Selig.bar (Stadionstraße 2a, 35684 Dillenburg). 

  1. Meine Bitte 

Wenn ich mir etwas wünschen darf, dann ist es dein Gebet: 

  • Bete mit um Bewahrung auf der Reise und ein gutes Eingrooven für uns als Familie in Spanien. 
  • Bete mit um Freiräume, in denen Gott Gedanken einwurzeln lassen kann, die er uns in dieser Zeit geben will und wir uns von ihm so in Valencia führen lassen, wie er mit uns gerne da sein will.  
  • Bete mit, dass wir MußeMaß und Sabbat in seiner heiligen Weise entdecken : 
  • Bete mit für die Entwicklungen im Kreaktiv-Geschehen: dass wir alle miteinander von diesen drei Monaten profitieren und im Anschluss geistreicher in der Mission unterwegs sind, in die Gott uns gestellt hat. Denn ich glaube: Er hat ein großes Volk in dieser Region (Apostelgeschichte 18,10) – und rüstet uns vielleicht gerade für das zu, was er mit uns tun will. 
  1. Mein Dank 

Ich bin äußerst dankbar, dass diese Tour möglich ist. Ob im Kreisvorstand, im Kreisrat oder im Kreaktiv-Geschehen: Ihr seid mir (oder euren Vertretungen 🙂 sehr wohlgesonnen und ermutigend begegnet, als ihr von „Expedition Spanien“ mitbekommen habt. Das hat etwas in mir bewegt. Ihr habt mich bewegt. 

Ich hatte den Eindruck: Euch geht es – bezogen auf meine Rolle als Kreisjugendpastor – nicht nur um einen Leistungsträger, der halt funktionieren soll. Ihr wollt einen Menschen, der fröhlich und treu nachfolgt. 

Und während ich das schreibe, denke ich: Das will ich auch. Dass mein Mitleben hier im Dillwesterwald mit dazu beiträgt, dass mehr Menschen fröhlich und treu nachfolgen. 

Von daher: Machen wir mal, was wir in der Mission von Kreaktiv formuliert haben: 

„Wir folgen Jesus gemeinsam nach und trauen uns zu, was er uns zutraut.“ 

Deal? 🙂 

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